Irgendwas wurde in mir gelöst…

„Irgendwas wurde in mir gelöst, als wir in der Meditation saßen“, sagt der nette ältere Herr. Wir haben im Moment ein Seelsorge-Einzelgespräch und sitzen dafür in der schönen und lichtdurchfluteten Kapelle im Kurhaus.

Sonnenstrahlen fallen durch die Fenster, draußen im Kurpark ist es still und man hört gelegentlich ein paar Vögel zwitschern. Er erzählt mir über seine Erfahrung in der Meditation, die ein paar Tage vorher stattgefunden hat und daraufhin auch, was ihm auf dem Herzen liegt. Kaum spürbar ist eine ganze Stunde vergangen. Das Vertrauen, das in einem Seelsorge-Einzelgespräch zwischen zwei Menschen aufgebaut wird, wirkt heilsam und berührt das Herz. Es ist ein besonderer Moment, wenn sich jemand öffnet, wenn Worte ausgesprochen werden dürfen, die vielleicht lange keinen Raum hatten.

In Meditation wie auch in der Seelsorge geht es viel um Akzeptanz und Ehrlichkeit – darum, ehrlich zu sich selbst zu sein, im Stillen oder in Worten. Beides, Meditation und Seelsorge, lädt dazu ein, wahrzunehmen, was ich in mir spüre – körperlich und emotional – und es ganz einfach zuzulassen. Ohne Bewertung, ohne Druck, etwas verändern zu müssen. Und genau in diesem achtsamen Zulassen beginnt oft etwas in Bewegung zu kommen. Gedanken dürfen sich ordnen, Gefühle fließen, Spannungen sich lösen. 

In diesem Prozess der Akzeptanz kann sich vieles verändern und mit der Zeit klären. Dies führt zu tiefer Erholung und neuer Kraft im Leben. Nicht ohne Grund ist die Meditation – oder Dhyāna (ध्यान), wie sie in Sanskrit genannt wird – seit Jahrtausenden fest im Alltag vieler Menschen in den östlichen Kulturen, insbesondere in Indien, verankert. Sie gilt dort als wesentlicher Bestandteil eines gesunden und bewussten Lebens. Heutzutage meditieren Millionen von Menschen weltweit.

Meditation eröffnet uns die Möglichkeit, eine tiefere Verbindung zu uns selbst und unserer Umgebung zu spüren – und eine höhere Wahrheit zu erfahren. Was für mich am Ende jeder Meditation und jedes Seelsorgegesprächs bleibt, ist ein Gefühl der Dankbarkeit – Dankbarkeit für die spürbare Verbundenheit mit meinen Mitmenschen und der Schöpfung. Es ist ein stilles Wissen darum, dass wir als Menschen immer miteinander verbunden waren, sind und bleiben werden, weit über Worte hinaus. 

Und dieses Gefühl und Erfahrung wünschen meine Kollegen vom Kurhaus Bad Bocklet und ich Ihnen ebenfalls. Aus diesem Grund bieten wir allen unseren Gästen (in der Regel wöchentlich) – als Geschenk des Hauses – Meditation und Seelsorge an. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, sich selbst diese Zeit zu schenken.

Kommen Sie uns besuchen. Sie sind herzlich willkommen.

Ihre Monja 

Cookie Consent mit Real Cookie Banner