„Ich bin nicht spirituell.“ Diesen Satz höre ich immer wieder von Menschen. Oft folgt eine ähnliche Erklärung: Spiritualität – das sei nichts für sie. Vielleicht, weil sie dabei an Meditation, Yoga oder bestimmte Rituale denken. Vielleicht, weil sie glauben, dafür müsse man an etwas Bestimmtes glauben oder eine besondere Lebensweise führen.
Doch Spiritualität beginnt viel früher.
Sie zeigt sich überall dort, wo wir bewusst leben, innehalten und neugierig werden auf das, was in uns und um uns herum geschieht. Sie zeigt sich in der Fähigkeit, unsere Gedanken, Gefühle und Reaktionen wahrzunehmen. Darin, uns selbst besser kennenzulernen und die Frage zu erforschen: Wer bin ich wirklich?
Wenn wir lernen, bewusster hinzuschauen und anzunehmen, was gerade ist, können wir entdecken, dass wir vielleicht viel größer und weiter sind, als wir bisher vermutet haben. Spiritualität ist auch eine Offenheit für eine größere Wirklichkeit oder Kraft oder einen tieferen Sinn, den man erfahren und erkunden möchte.
Jeder Mensch trägt diese Möglichkeit in sich. Wir alle haben Bewusstsein. Ja, wir alle sind Bewusstsein. Und wir alle kennen die Sehnsucht nach Ruhe, Sinn, Freude, Verbundenheit und nach Momenten, in denen wir ganz bei uns sind.
Der Weg dorthin ist so individuell wie jeder Mensch selbst. Für manche entsteht diese Verbindung in der Stille einer Meditation. Für andere in der Natur, in Bewegung, in einem tiefen Gespräch oder in kreativer Tätigkeit. Es geht nicht darum, etwas Bestimmtes zu tun oder zu erreichen. Es geht darum, sich selbst und dem Leben aufmerksamer zu begegnen.
Meditation ist dabei eine Möglichkeit – eine Einladung, Präsenz, Gelassenheit und innere Ruhe in sich selbst zu entdecken. Aber sie ist kein Muss und kein Maßstab dafür, wie „spirituell“ ein Mensch ist.
Im Kurhaus verstehen wir Spiritualität deshalb nicht als etwas, das man können, beweisen oder glauben muss. Spiritualität ist eine Einladung, sich selbst mit Offenheit und Neugier zu begegnen und das Kurhaus ist bemüht dafür einen ruhigen und wohltuenden Raum zu schenken.
Vielleicht finden Sie Ihren Zugang bei einer Meditation mit uns. Vielleicht aber auch bei einem achtsamen Spaziergang im Kurpark, in einem inspirierenden Gespräch, beim Yoga, in der Stille oder auf der Sonnenterrasse unseres Cafés. Vielleicht entdecken Sie auch Ihren ganz eigenen Weg.
Es gibt kein Richtig oder Falsch – nur die Freiheit, auszuprobieren, was Ihnen guttut.
Sie müssen nicht spirituell sein, um sich bei uns willkommen zu fühlen. Sie dürfen einfach Sie selbst sein. Alles andere darf sich in Ihrem eigenen Tempo entfalten.